Montag, 26. August 2019

AG München: Lärmattacken durch den Mieter müssen vom Vermieter nicht geduldet werden

Urteil vom 18.1.2019 - Az.: 417 C 12146/18

 

Die hier beklagten Mieter hatten in Ihrer Wohnung wiederholt Geräusche der Nachbarn, die sie wohl als störend empfanden mit lauten Knallgeräuschen beantwortet. Die Nachbarn berichteten, dass Duschen oder das Betätigen der Toilettenspülung oder Laufgeräusche der zweijährigen Tochter einer Nachbar-Familie solche Knallgeräusche durch die Beklagten auslösten. In einem ersten Verfahren hatten sich die Beklagten mit der klagenden Vermieterfirma verglichen und sind in eine andere Wohnung gezogen. Siehe da, die Knallgeräusch hörten in dem alten Gebäude auf und begannen in dem neuen Haus. Nach einer Abmahnung durch die Klägerin im Februar 2018, die nur kurzzeitig zu einer Besserung führte, kündigte Sie den Mietvertrag und strengte eine Räumungsklage an.

Das Amtsgericht München gab dabei der Klägerin Recht. Es kam dabei aufgrund der Zeugenaussagen zu dem Ergebnis, dass die Knallgeräusche von den Beklagten absichtlich verursacht werden, auch wenn diese das bestritten. Aufgrund der nachhaltigen Störung des Hausfriedens sei die Fortsetzung des Mietverhältnisses für die Klägerin unzumutbar und die Kündigung daher gerechtfertigt.

Nach Rücknahme der Berufung durch die Beklagten ist das Urteil nunmehr rechtskräftig.